Alle Arten von Keramikplatten für Wand und Boden: Ein Überblick

Keramikplatten von Plättliwelten - Plättli-Look Istanbul

Für jedermann sind Keramikplatten ein Begriff. Denn in jedem klassischen Haushalt ist mindestens das Bad mit solchen Plättli ausgestattet, bei moderneren Häusern entweder im Innen- oder Aussenbereich sogar gleich mehrfach. Umgekehrt weiss man aber häufig nicht, um was für ein Material es sich handelt, wenn man zum Beispiel das Wort Feinsteinzeug vernimmt. Dabei handelt es sich gerade bei Feinsteinzeug um die Art von Keramikplatten, welche aufgrund ihrer sehr positiven Produkteigenschaften mittlerweile die mit Abstand beliebtesten Plättli in Häusern sind. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere vom Namen her nicht unbedingt geläufige Keramikplatten-Arten wie etwa Terrakotta oder Klinker, die sich als Wand- oder Bodenbelag ebenfalls einer recht grossen Beliebtheit erfreuen.

Bestimmte Keramikplatten unterscheidet man je nach deren Wasseraufnahme

Sämtliche Keramikplatten lassen sich in folgende Arten unterteilen: Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug, Cotto oder Terrakotta, Klinker und Spaltklinker. Als Steingut gelten hierbei alle keramischen Plättli, die nach ihrer Herstellung in einem Brennofen bei 950 bis 1150 °C mehr als 10 % an Wasseraufnahme vorweisen. Da Steingut sehr gut bearbeitbar ist, eignet es sich hervorragend für Dekorierungen. Aufgrund seiner grossen Porosität sind solche Keramikplatten jedoch nicht frostresistent und können daher ausschliesslich für den Innenbereich verwendet werden. Hauptsächlich findet man hierbei Steingut in Wohnungen als Wand-Plättli vor. Um Keramikplatten in Form von Steinzeug handelt es sich immer, wenn die Wasseraufnahme solcher Plättli unter 3 % liegt. Da Steinzeug bei 1150 bis 1300 °C gebrannt wird, weist diese Keramikplatten-Art gegenüber Steingut eine geringere Porosität und somit eine höhere Dichte auf. Daher sind Steinzeug-Plättli auch frostbeständig und können ebenfalls im Aussenbereich als Bodenplatten zur Anwendung kommen. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit sind solche Keramikplatten auch sehr widerstandsfähig, weswegen unglasiertes Steinzeug im industriellen, gewerblichen und öffentlichen Bereich sehr häufig zum Einsatz kommt. Steinzeug-Plättli mit Glasur sind in Häusern hingegen früher die klassischen Bodenplatten gewesen.

Eine überaus innovative Weiterentwicklung von Steinzeug stellt das Feinsteinzeug dar, wie Keramikplatten mit einer Wasseraufnahme von weniger als 0,5 % bezeichnet werden. Zur Herstellung dieser sehr vielseitigen und facettenreichen Keramikplatten-Art werden  keramische Rohstoffe fein aufbereitet und zusammen mit hohen Mengen von Feldspat, Quarz sowie weiteren Flussmitteln bei enorm hohem Druck gepresst. Im Anschluss wird das so erzeugte Gemenge im Ofen bei 1200 bis 1300 °C gebrannt. Da Feinsteinzeug eine enorme Bruchfestigkeit bei zugleich sehr geringem Verschleiss vorweist, ist es gerade dort, wo eine starke Materialbeanspruchung herrscht, ein allseits beliebter Belag. Aber solche Keramikplatten zeichnen sich auch gerade darin aus, dass man mittels diesem speziellen keramischen Material eine unglaubliche Menge an unterschiedlichen Dekoren erzeugen kann, die allesamt eine überaus anziehende Ästhetik vorweisen. Darüber hinaus ist glasiertes Feinsteinzeug auch noch frostresistenter als glasierte Steinzeug-Plättli.

Andere bekannte Keramikplatten-Arten: Terrakotta und Klinker

Cotto oder Terrakotta ist ein Kalkmergel- und Quarzgemisch, das man auch als „toskanischer Schieferton“ bezeichnet. Der mittels eines bestimmten Herstellungsverfahren gewonnene Grundstoff wird bei 950 bis 1050 °C gebrannt. Unbehandelter Terrakotta ist aufgrund seiner hohen Porosität nur für den Innenbereich geeignet, nach entsprechender Behandlung eignen sich aber solche Keramikplatten auch als Terrassenbelag.

Der klassische Klinker zählt zu den grobkeramischen Materialien. Ebenso über ein spezielles Herstellungsverfahren wird der aus Ton, Feldspäten und Schamotten bestehende Grundstoff gewonnen und schliesslich bei 1200 °C gebrannt. Keramikplatten in Form von Klinker kann man sowohl im Haus als auch im Aussenbereich verwenden.

Da alle Keramikplatten-Arten ästhetisch sehr ansprechende Materialien sind, werden sie, egal ob man sie als Wand-Plättli oder Bodenplatten verwenden möchte, im häuslichen Anwesen stets eines sein – ein erfreuender Blickfang.

Auf parkett-wohnwelt.de findet man einen interessanten Artikel, der noch einmal genauer auf Feinsteinzeug-Plättli eingeht.

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