Auf welche Weise Plättli hergestellt werden

Keramikplatten von Plättliwelten - Plättli-Look Wuhan

Keramikplatten von Plättliwelten – Plättli-Look Wuhan

Dass Plättli kein Naturprodukt sind, weiss eigentlich jeder. Dass der Hauptbestandteil von Keramikplatten Ton ist, wissen ebenso noch die Meisten. Aber die Frage: „Auf welche Weise werden aber Plättli hergestellt?“, können sicherlich nicht mehr ganz so viele beantworten, da das Herstellungsverfahren von Keramikplatten recht aufwendig ist und ein enormes Fachwissen voraussetzt. Ausserdem verkompliziert sich die Antwort auch deshalb: Plättli werden je nach Anwendungsbereich auf drei unterschiedliche Weise als Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug hergestellt. Daher ist das Herstellungsverfahren von Plättli fast schon eine Art Wissenschaft für sich… Trotzdem kann man zumindest grob die Hauptbestandteile und alle umfangreichen Weiterverarbeitungsprozesse beschreiben – um ein wenig besser Bescheid zu wissen, wie die wunderschönen haueigenen Keramikplatten entstanden sind.

Die Herstellung von Plättli ist umfangreich und kompliziert

Der Hauptbestandteil von Plättli ist immer Ton. Darüber hinaus werden noch Feldspate und Sand verwendet. In einem sehr umfangreichen Verarbeitungsverfahren entstehen dann später hieraus Plättli.

Je nach Abbaugebiet ist die Zusammensetzung und somit die Farbe des Tons unterschiedlich. Ebenso einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Farbe hat dessen Aufbereitung und die Art des Brands.

Nachdem nun das zu brennende Ton-/Feldspat-/Sandgemisch noch durch eine bestimmte Vorbehandlung die entsprechende spätere Formgebung erhalten hat, kommt es in den Ofen und wir bei 1.000 bis 1250 Grad Celsius gebrannt.

Das am häufigsten zum Einsatz kommende Herstellungsverfahren für Plättli ist heutzutage die Stangen- oder Pulverpressung/Trockenpressung. Je nach verwendeter Glasur gibt es noch das Einbrandverfahren und das Doppelbrandverfahren. Der hauptsächliche Teil aller Keramikplatten wird hierbei über das Einbrandverfahren produziert. Aufgrund der hierbei sehr hohen Brenntemperatur ist dieses Verfahren aber nicht für alle glasierten Plättli geeignet. Daher müssen spezielle Glasuren, die temperaturempfindlicher sind, ein weiteres Mal – deshalb Zweibrandverfahren – gebrannt werden.

Die drei Keramikarten: Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug

Der noch nicht gebrannte Tonkörper von Plättli wird als Scherben bezeichnet. Je nachdem wie die Struktur dieser Scherben ist, unterscheidet man drei Keramik-Arten.

Steingut nennt man hierbei Scherben, die bei ungefähr 1000 bis 1100 Grad Celsius gebrannt werden. Steingut weist jeweils eine Wasseraufnahme über 10 % auf. Zwar kann diese Keramik-Art sehr gut weiterverarbeitet werden, aufgrund der hohen Wasseraufnahme sind diese aber nicht frostsicher. Daher eignet sich Steingut nicht für den Aussenbereich.

Scherben, die bei ungefähr 1150 bis 1250 Grad Celsius bei Zugabe von Feldspaten und noch anderen Flussmitteln gebrannt werden, nennt man Steinzeug. Aufgrund der verwendeten Flussmittel werden die Scherben-Zwischenräume entschieden verkleinert und somit eine viel höhere Dichte des Materials erzielt. Ebenso erreicht man hierdurch eine niedrigere Wasseraufnahme und eine entschieden verbesserte mechanische Festigkeit. Aus diesem Grund ist Steinzeug auch frostbeständig.

Die dritte Keramik-Art ist das Feinsteinzeug. Diese Herstellung erfolgt unter Zugabe von äusserst feinem Mineralpulver und grossen Mengen von Quarz, Feldspat und weiteren Flussmitteln, die zunächst mittels extrem hohen Drucks trocken gepresst werden. Danach wird dieses Gemisch bei ungefähr 1200 Grad Celsius gebrannt, weswegen Feinsteinzeug eine hohe Dichte vorweist und somit eine enorme Verschleissfestigkeit und hervorragende chemische Beständigkeit besitzt. Aufgrund der sehr hohen Dichte von Feinsteinzeug ist ebenfalls die Wasseraufnahme dieser Keramik-Art mit 0,5 Prozent überaus gering.

Egal ob man in seinem Zuhause Steingut, Steinzeug oder Feinsteinzeug hat, eines kann man sich immer absolut sicher sein – nämlich jeweils ein Top-Material zu besitzen.

Auf dem Blog von Parkett-Wohnwelt.de findet man weitere tolle Informationen zu den drei Keramik-Arten Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug.

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