Damit neu verlegte Plättli auch noch Jahre danach neuwertig und somit schön aussehen, müssen diese wie andere beanspruchte Materialien auch einer guten Pflege unterzogen werden. Hierbei ist es oft ratsam an seinen Plättli adäquate Schutzbehandlungen und Reinigungen durchzuführen, die gegen Flecken sowie Schmutz schützen, und die genau auf den Verwendungsort abgestimmt sind. Da nämlich Keramikplatten sehr unterschiedlich sind, sollte man nie vergessen, dass diese teils auch verschiedenartig gepflegt werden müssen. Des Weiteren sollte man sich bei einer Reinigung der Plättli immer vor Augen führen, was für eine Reinigungsart man wo genau machen möchte. Wenn man hierauf genau achtetet, dann wird man überaus lange eine große Freude an der Schönheit seiner Plättli haben.
Der richtige Schutz und die richtige Reinigung der Plättli
Bei der Keramik ist eine Schutzbehandlung gegen Flecken sehr stark vom Material abhängig. Wenn die Keramik nämlich wie etwa Steingut oder Terracotta sehr fein bzw. kapillar ist, dann besteht die Gefahr, dass farbverändernde Substanzen in die Keramikplatten einziehen können. Falls die Keramik hingegen glasiert ist oder es sich um unpoliertes Feinsteinzeug handelt, so ist ein Einziehen von Substanzen von Vornherein ausgeschlossen.
Bezüglich der Schmutzempfindlichkeit verhält es sich bei Plättli folgendermassen: Umso rauer die Nutzschicht der Keramikplatten ist, desto mehr Schmutz haftet an den Plättli an und folglich desto höher ist der Reinigungsaufwand. Daher müssen speziell rutschsichere Bodenplatten häufiger gereinigt werden.
Um die Fleckempfindlichkeit bei Plättli zu minimieren, ist es teilweise sinnvoll hierbei auf Imprägniermitteln zurückzugreifen. Bei sowohl glasierten Keramikplatten als auch bei unpoliertem Feinsteinzeug sollten jedoch keinesfalls Imprägniermittel verwendet werden, da bei beiden Materialien keine Eindringtiefe vorhanden ist. Bei poliertem Feinsteinzeug verhält es sich anders. Denn gerade aufgrund der geschliffenen Oberfläche kann ein Imprägniermittel sehr gut als eine Schutzschicht dienen, um offene Porenräume zu schliessen. Da Imprägniermittel aber auch oftmals sehr aggressiv auf andere Materialien zu ungunsten letztlich der Plättli reagieren können, sollte man immer den Keramikhersteller vorab über eine mögliche Verwendung befragen.
Bei der Reinigung der Keramikplatten ist natürlich auch der Verwendungsort entscheidend. Daher erfolgt normalerweise die sogenannte regelmässige Unterhaltsreinigung im gewerblichen Bereich voll automatisiert über einen Walzenbürstenautomaten. Im privaten Bereich wird die Unterhaltreinigung in der Regel manuell mit Mikrofaserbezügen durchgeführt sowie einem Säuberungsmittel, das keine Rückstände hinterlässt wie etwa ein Alkoholreiniger.
Die Zwischenreinigung von Plättli korrekt durchführen
Bei Essbereichen werden die Plättli oftmals zusätzlich durch fettigen Schmutz verunreinigt. Hier ist des Öfteren eine Zwischenreinigung mit einem Allzweckreiniger angebracht. Über einen längeren Zeitraum können auf den Bodenplatten Härtebildner entstehen. Diese lassen sich dann nur mit einer sauren Zwischenreinigung wieder entfernen. Hierbei sollte man unbedingt darauf achten, dass man keine Säuberungsmittel verwendet, in denen Salzsäure enthalten ist. Denn die durch Salzsäure entstehenden Dämpfe greifen wiederum Gegenstände aus Metall an. Als Säuberungsmittel empfiehlt sich daher besser etwa Phosphorsäure.
Die Pflege von Plätti muss auch erst gelernt sein! Deshalb sollte man sich gerade am Anfang ausreichend Zeit dafür nehmen – später wird sie dann aber ganz sicher ohne Probleme routinemässig vonstatten gehen.
Im Blog TectRoyal wird erklärt, wie man die Fugen bei Plättli reinigt.