Grosses Unverständnis wegen Rutschpartie auf Plättli an einem Bahnhof

Mit Keramikplatten versehener U-Bahnhof © Kersten Schröder PIXELIO www.pixelio.de

Mit Keramikplatten versehener U-Bahnhof © Kersten Schröder PIXELIO www.pixelio.de

Je mehr Nässe oder Schnee im Freien liegt, desto höher ist die Gefahr hinzufallen. Umgekehrt kann ein rutschhemmender Bodenbelag das Risiko eines Sturzes auch entschieden minimieren – und das auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen. Fällt man nun aber hin, obwohl das eigentlich aufgrund vorhandener Bodenplatten nicht hätte passieren dürfen, dann stimmt offenbar etwas nicht richtig. Gerade dies ist jedoch einer Frau im September letzten Jahres an einem deutschen Bahnhof passiert. Da sie der festen Überzeugung war, dass ihr Sturz mit Blessuren aufgrund unsachgemässer Plättli hervorgerufen wurde, setzte sie die hierfür zuständige Stelle davon in Kenntnis. Bis heute gibt es hierzu aber zweierlei Meinungen, obgleich bereits ein Grossteil der alten am Bahnhof befindlichen Plättli inzwischen erneuert worden ist.

Die Plättli auf dem Bahnhof gehören unterschiedlichen Besitzern

An einem Herbsttag Anfang September vergangenen Jahres, an dem es Nieselregen gab, wollte Gisela Meier auf dem Bahnhof im hessischen Bad Nauheim noch den Zug erreichen. Hierbei geriet sie aber auf den feuchten Bodenplatten in der Bahnhofs-Unterführung ins Rutschen – und stürzte. Hierbei verstauchte Frau Meier sich die rechte Hand und den linken Fuss. Da sie von ihrer Unschuld beim Sturtz überzeugt war, wandte sie sich an die Stadtverwaltung, um diese über das grosse Gefahrenpotential bei den Plättli an der Bahnhofs-Unterführung zu informieren. Hierbei erfuhr Frau Meier, dass nicht die Stadt, sondern die Bahn AG hierfür zuständig ist. Denn der Bahnhofsbereich in Bad Nauheim weist zweierlei Besitzverhältnisse auf! Denn nur der hintere Bereich des Bahnhofs gehört der Stadt, der vordere, bei dem Frau Meier stürzte, der Bahn AG. Das fand Frau Meiser zu Recht schon sehr merkwürdig.

Die Stadt ersetzt seit Ende letzten Jahres die alten Bodenplatten durch neue

Noch merkwürdiger beziehungsweise noch unverständlicher wurde die ganze Sache, nachdem das Bahnhofsmanagment in Giessen von der grossen Sturzgefahr wegen der Bahnhofs-Plättli in Kenntnis gesetzt wurde. Die Stadtverwaltung leitete nämlich die Beschwerde-E-Mail von Frau Meier dorthin weiter. Hierbei erfuhr sie schliesslich, dass alle Bodenplatten im vorderen Teil des Bahnhofs vom TÜV ordnungsgemäss geprüft und abgenommen wurden. Im höchsten Grade unverständlich ist das für Frau Meier, da sie nicht die einzige Person ist, die auf diesen Plättli ins Rutschen geriet. Andere Menschen passierte Ähnliches und beschwerten sich deshalb genauso wie Frau Meier über den Zustand der Plättli. Die Stadt jedenfalls reagierte darauf, vielleicht auch im Zuge der bevorstehenden diesjährigen Landesgartenschau in Bad Neuheim, indem sie seit Ende letzten Jahres in ihrem Bahnhofsbereich die alten Bodenplatten durch neue austauscht. Bis spätestens zum Frühjahr hin sollen die Renovierungsarbeiten  abgeschlossen sein. Die Bahn AG, auf deren Fläche Frau Maier ausgerutscht ist, sieht jedoch keinen Handlungsbedarf, da nach ihrer Meinung die dortigen Plättli keine Gefahrenpotential vorweisen…

Auf der Homepage des Fliesenverbandes findet man alles Wichtige zur Rutschhemmung bei Plättli.

This entry was posted in Allgemein, Garten/Terrassen/Aussen and tagged , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *