Wand-Plättli selbst verlegen – erfordert viel an Fachkönnen

Das Verlegen von Wand-Plättli © Margot Kessler PIXELIO www.pixelio.de

Das Verlegen von Wand-Plättli © Margot Kessler PIXELIO www.pixelio.de

Es liegt unstrittig im Trend, viele Arbeiten am und im Haus selbst zu machen. Zum einen spart man hierdurch ordentlich an Geld, zum anderen macht es einfach Spass, die Verschönerung des heimischen Wohnfeldes selbst zu tätigen – Stichwort Selbstverwirklichung der eigenen Wünsche und Vorstellungen. Nicht jede Handwerkertätigkeit ist jedoch hierbei sehr einfach zu verrichten. Das Verlegen einer Plättli-Wand beispielsweise gehört nämlich sicherlich zu den anspruchsvollsten Verschönerungsmassnahmen innerhalb der eigenen vier Wände. Deshalb sollte man sich hier vor ab über die eigenen Fachfertigkeiten voll und ganz im Klaren sein – und nur bei einem hohen vorhandenen Fachkönnen das Verlegen von Wand-Plättli selbst in die Hand nehmen.

Eine grosse ebene Fläche ist bei grossformatigen Plättli enorm wichtig

Wer im hauseigenen Badezimmer oder in einem anderen Zimmer Keramikplatten an der Wand verlegen möchte, sollte neben dem abrufen könnenden Know-how noch das richtige Fachwerkzeug und Fachmaterial besitzen. Dann erst sollte man mit der Arbeit loslegen. Als Erstes ist hierbei die Vorarbeit entscheidend, und zwar die Überprüfung des Untergrundes. Drei Kriterien muss dabei der Untergrund unbedingt erfüllen: ausreichende Stabilität und Tragfähigkeit sowie eine gute Ebenheit. Da heutzutage immer grössere Plättli-Formate verlegt werden, ist es umso notwendiger, für eine grössere ebene Fläche zu sorgen.

Ist bereits eine Wand mit Plättli versehen und man möchte im Zuge von Renovierungs- und Verschönerungsmassnahmen diese erneuern, ist die um einiges aufwendigere Tätigkeit, die Keramikplatten von der Wand zu schlagen. Hierzu braucht man auf jeden Fall einen Atemschutz, Bohrhammer und Meissel – sowie viel an Zeit. Denn im Anschluss an das Herausschlagen muss auch noch der ganz Dreck und Schutt beseitigt werden und die Wände eben gemacht werden. Schneller geht daher hier das Verlegen der neuen Keramikplatten auf die alten. Zuvor muss hier aber jedes einzelne Plättli mit einem Gummihammer den Klopftest bestehen. Stellt man hierbei fest, dass an manchen sich Teile lösen, dann füllt man die Lücke mit Spachtelmasse aus. Darauf säubert man alle Keramikplatten und versieht sie im Anschluss mit einem guten Haftgrund. Mit einem flexiblen Kleber Plättli auf Plättli kleben steht dann nichts mehr im Wege.

Grossformatigere Keramikplatten sind schwerer zuzuschneiden und schwerer zu verlegen

Bei einem Verlegen auf einem Untergrund sollte auf jeden Fall eine Grundierung in Form eines Tiefengrundes gemacht werden. Erst dadurch erfährt der verwendete Kleber eine denkbar gute Haftung. Damit das spätere Fugenbild genau so aussieht, wie man sich das wünscht, ist ein Aufzeichnen dieses auf die Wand mit Bleistift und Wasserwaage vonnöten. Ausserdem sollte des Plättli am Rand mindestens die Hälfe der eigentlichen Breite vorweisen. Nur so ist die Wirkkraft und der Schönheitseffekt am grössten. Darauf geht es ans Verlegen. Hierbei wird zunächst mit einer Spachtel der Keramikplatten-Kleber auf die Wand aufgetragen und darauf mit einer Zahnspachtel durchkämmt. Ein Plättli-Kreuz und eine angebrachte Richtschur garantieren beim Verlegen der Keramikplatten, das stets von oben nach unten gemacht werden sollte, einen einheitlichen, harmonischen Abstand.

Ist der Kleber zur Genüge getrocknet, kann man mit dem Anbringen der Fugen beginnen. Das Verfugen geht am schnellsten und am besten mit einem Gummirakel. Hierbei sollte man den Gummirakel möglichst diagonal über den Fugenverlauf ziehen, damit die Fugenzwischenräume voll und ganz ausgefüllt werden. Verunreinigungen an den Plättli, die unweigerlich beim Anbringen der Fugen entstehen, beseitigt man gleich nach dem Antrocknen des Fugenmörtels. Bei Ecken und Abschlüssen zur Wand sollte hingegen auf keinen Fall für die Fugen Mörtel, sondern Silikon verwendet werden, da hier Spannungen entstehen können und Silikonfugen aufgrund ihrer Elastizität optimal diese aushalten können.

Dennoch sagen viele Experten, dass es für auf diesem Gebiet unerprobte Handwerker schwierig ist, eine Plättli-Wand zu verlegen, die ihre Vorstellungen und Wünsche zur Gänze erfüllt. Denn gerade die heutigen grossformatigen Keramikplatten sind zum einen schwerer zuzuschneiden und zum anderen schwerer zu verlegen, als die früheren gängigen kleinformatigeren.

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