Wie man in Plättli schadfrei Löcher bohrt

Plättli in der Küche © Michael Bührke PIXELIO www.pixelio.de

An den Wänden in der Küche oder im Bad will man wie bei anderen Wänden in der Wohnung auch oftmals bestimmte Einrichtungsgegenstände befestigen. Hierfür muss man in der Regel ein Loch bohren, damit der Einrichtungsgegenstand später auch richtig fest dort hängen bleibt. Bei einer mit Tapete oder mit Farbe versehenen Wand stellt dies für einen Laien auch kein Problem dar. Um einiges schwieriger wird jenes aber, wenn ebendort Plättli angebracht sind. Bei einer falschen Bohrung können Keramikplatten nämlich leicht springen – und dann hat man wirklich ein grosses Problem. Denn ein kaputtes Plättli ist nur recht aufwendig auszutauschen. Ausserdem muss man hierzu auch noch erst ein identisches Plättli als Ersatz haben. Daher sollte man von Anfang an die Bohrung bei Keramikplatten so professionell wie ein normaler Handwerker machen.

In Bad oder Küche genau prüfen, wo man ein Loch ins Plättli bohren kann

Da ein Bad normalerweise raumhoch mit Plättli ausgestattet ist, kommt man in diesem Zimmer auf kurz oder lang immer in die Situation in die Keramikplatten Löcher bohren zu müssen. Schliesslich gehören für eine Badezimmer-Behaglichkeit auch bestimmte Einrichtungsgegenstände wie ein Spiegel, ein Regal und eine Halterung für Handtücher einfach mit dazu. Ebenso sind häufig in der Küche Keramikplatten an der Wand angebracht, an welcher sich das Waschbecken und der Herd befindet. Und da dieser Bereich der Küche bekanntlich der eigentliche Arbeitsbereich dort darstellt, müssen hier auch in unmittelbarer Nähe viele Regale zum Abstellen verschiedenster Küchenutensilien sein. Deshalb kommt man im Prinzip auch nicht daran vorbei, bei den Plättli in der Küche Löcher zu bohren.

Bevor man jedoch mit dem eigentlichen Bohren der Plättli anfangen sollte, müssen natürlich sämtliche zu bohrende Stellen genau hinsichtlich eventuell hinter der Wand befindlicher Rohre oder elektrischer Leitungen geprüft werden. Am besten kann man dies mit sogenannten Ortungsgeräten oder Multidektoren durchführen. Da mit diesen Geräten alle Leitungen in der unmittelbaren Nähe der Bohrlöcher erfasst werden, besteht dadurch eine 100 %ige Sicherheit, dass man an der Keramikplatten-Bohrstelle definitiv keine Leitung anbohrt.

Was man beim Bohren der Plättli unbedingt beachten sollte

Die gewünschten Stellen, wo man jeweils ein Loch in die Plättli bohren möchte, werden nun zunächst mittels eines Hammers und einer Reissnadel angeknackt. Dadurch ist absolut gewährleistet, dass die Bohrspitze während des Bohrens nicht abrutschen kann – und irgendein ungewollter Schaden bei den Keramikplatten entsteht. Nach dieser sehr wichtigen Vorarbeit kann man schon mit dem Bohren der Plättli beginnen. Als Bohrer in seiner Bohrmaschine oder seinem Akkuschreiber muss man hierbei jedoch nicht unbedingt einen speziellen Glas- oder Plättli-Bohrer verwenden, da ein Diamantbohrer allemal zum Durchbohren der Keramikplatten ausreicht. Absolut wichtig ist hingegen, dass man das Bohren keinesfalls mit der sogenannten Schlag-Funktion durchführt. Denn hierdurch besteht die grosse Gefahr, dass das Plättli um die Bohrstelle herum zerspringen kann. Auch sollte die Drehzahl des Bohrers möglichst niedrig sein, da ansonsten ebenso die Plättli schnell schadhaft werden können. Befindet sich schliesslich hinter der gebohrten Stelle der Keramikplatten jeweils noch eine massive Wand, dann darf im Anschluss die Schlagbohr-Funktion verwendet werden.

Jeder, der in seinem Bad oder seiner Küche Keramikplatten auf diese Weise bohrt, kann absolut sicher sein, dass einzig und allein bei seinen Plättli das entsteht, was man möchte – nämlich ein Loch.

Übrigens sollte man aber vor einer Bohrung seiner hauseigenen Keramikplatten immer schauen, ob nicht auch eine alternative Lösung möglich ist. Wenn nämlich die Fugen breiter sein sollten als die zum Einsatz kommenden Dübel, so sollte eigentlich immer zwischen den Plättli gebohrt werden. Auch können gerade Halterungen, die keine grossen Lasten zu tragen haben, vielfach anstatt angebohrt angeklebt werden.

Auf dem handwerker-versand.de-Blog findet man übrigens auch gute Hinweise, dass Plättli während des Bohrens nicht schadhaft werden.

This entry was posted in Allgemein, Bäder, Wohnen and tagged , , . Bookmark the permalink.

4 Antworten zu “Wie man in Plättli schadfrei Löcher bohrt”

  1. Thomy Plättlileger sagt:

    Hallo zusammen

    Ich habe die beste Erfahrung in sehr harte Feinsteinzeugfliesen und Natursteine mit den Bohrern von tb-tools gemacht
    Ganz einfach zum Bohren, auf Winkelschleifer und dann schräg Ansätzen und in kreisenden Bewegungen
    Pro loch hatte ich so ca. 10 Sek.
    https://www.tb-tools.ch/diamantbohrkronen/diamantbohrkronen-f%C3%BCr-winkelschleifer/diamantbohrkrone-6mm/

    Grüsse Thomy

  2. Luda sagt:

    Sehr schöner Bericht, tolle Gliederung
    Sehr gut geschrieben!

  3. Michaela sagt:

    Toller Blog 🙂 sehr sympathisch mit den sogenannten „Plättli“ – ist das auch auf Naturstein anzuwenden? Da wir in unserem Bad Natursteinfließen verlegt haben

    • Ralf sagt:

      Hallo Michaela,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Bei Natur-Steinplatten muss man zunächst gucken, um welche es sich genau handelt! Davon abhängig ist dann der zu wählende Bohrer.

      Grüsse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *