Feinsteinzeug Reinigung

Reinigung von Feinsteinzeugböden ohne bestehende Probleme

Die laufende Pflege von Feinsteinzeug gestaltet sich einfach. Eine gelbe Kappe Unterhaltsreiniger pro Eimer Wasser, den Boden feucht aufwischen und schon erstrahlt er in streifenfreiem Glanz.

Tabu sind:

  • Reiniger, die Schichten aufbauen, rückfettend oder wachsend sind. Viele handelsübliche Reiniger enthalten Seifenbestandteile und nähren das Feinsteinzeug mit jedem Pflegevorgang. Diese Pflegebestandteile können aufgrund der dichten Oberfläche nicht aufgenommen werden wodurch mit jeder Reinigung bereits ein leichter Schichtaufbau stattfindet. Sobald diese genug dick ist fangen die Reinigungsprobleme an – zuerst im Streiflicht gegen das Licht betrachtet, anschliessend auf dem ganzen Boden.
  • Reinigung nur mit Wasser oder Microfasertücher. Rückstände von Fussabdrücken (Körperfett) und Alltagsverschmutzungen lassen sich ohne Reinigungsmittel nicht restlos entfernen.

Reinigung von Feinsteinzeugböden mit bestehenden Problemen

„Wassertropfen gehen ins Material uns lassen sich nicht mehr wegputzen, das stört mich“

„Sobald der Boden nach dem Aufwischen wieder trocken ist, sieht er aus wie vor der Reinigung – Streifen und Schlieren sind sichtbar“

„Diesen Boden hätte ich nie gewählt, wenn ich gewusst hätte wie heikel er ist“

Mögliche Ursachen:

  • Zementschleier wurde nicht oder ungenügend entfernt (nach der Verlegung)
  • Mehrere schichtbildende Reinigungsmittel wurden ausprobiert
  • Es wurde ein zu stark dosiertes Feinsteinzeugmittel verwendet
  • Reinigung nur mit Wasser oder Microfasertücher
  • Nach einer Grundreinigung wurde zu wenig nachgespült

Problemlösung:

Um obengenannte Probleme lösen zu können muss der ganze Schichtaufbau restlos entfernt werden – nur so kann eine einfache, befriedigende Reinigung erreicht werden. Ich empfehle diesen Vorgang an einer Teststelle von ca. 50 cm auszuführen, damit der Unterschied zum restlichen Boden sofort sichtbar wird – ein schnelles Resultat liegt auch in Ihrem Interesse!  Anschliessend kann die ganze Fläche ausgeführt werden.

  1. Kreis von ca. 50cm Durchmesser mit Fleckentferner und Wasser (1:1) benetzten.
  2. 15 Minuten einwirken lassen jedoch nicht eintrocknen lassen.
  3. Mit einem weissen Handpad (bei strukturiertem Feinsteinzeug mit einem grünen Pad) die Stelle mehrfach mechanisch bearbeiten.
  4. Schmutzwasser zusammennehmen.
  5. Kreis 2-3 Mal mit sauberem Wasser klarspülen.
  6. Kreisfläche vornetzen, damit sich die Fugen mit Wasser volltränken können.
  7. Zementschleierentferner im Verhältniss 1:3 auf die Stelle auftragen
  8. Falls es beginnt leicht weiss zu schäumen so deuted dies auf Zementrückstände hin.
  9. 15 Minuten wirken lassen.
  10. Mit einem weissen Pad die Stelle mechanisch bearbeiten.
  11. Schmutzwasser zusammennehmen.
  12. Kreis 1 Mal mit sauberem Wasser klarspülen

Beobachten:

  1. Ist eine Farbveränderung eingetreten zwischen der gereinigten Fläche und dem restlichen Boden?
  2. Wenn Sie Wassertropfen an der gereinigten Stelle eintrocknen lassen, ist das ursprüngliche Problem noch vorhanden?
  3. Entspricht die gereinigte Stelle farblich der Reserveplatte? Der restliche Boden auch?

Gratulation, das Problem ist behoben, ab jetzt kann der ganze Boden so behandelt und anschliessend auf die normale Unterhaltsreinigung von Feinsteinzeug ohne bestehende Probleme umgestellt werden.

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6 Antworten zu “Feinsteinzeug Reinigung”

  1. Eveline sagt:

    Hallo Blog-Team

    Ich hatte auch Probleme mit Wassertropfen…nun ist eine Probefläche gereinigt. Die Farbe der Reserveplatte und diejenige der behandelten Fläche ist in etwa identisch, matt und heller als der restliche Boden. Das lässt darauf schliessen, dass Rückstände auf den Platten sind. Wie sich nun die behandelte Fläche über längere Zeit hält, wird sich weisen. Die Wassertropfentauglichkeit steht noch aus. Ich werden das Ganze beobachten und hoffen, dass der Erfolg über Monate anhält. ich bin gespannt, was mit den behandelten und den unbehandelten Platten geschieht.

    Danke schonmal!

    • Jacqueline Merian sagt:

      Hallo Eveline

      Ich habe keine Ahnung, ob du diese Nachricht siehst. Falls jedoch, darf ich dich fragen, wie das Endresultat wurde und wie es heute aussieht mit der Platte?
      Vielen Dank und liebe Grüsse Jacqueline

  2. Uschy sagt:

    Grüezi mitenand, ich war gestern mit meiner Kollegin an der AMA in Aarau an Ihrem Stand. Ein sehr netter Herr hat mir ein Muster von Ihrem Reinigungsmittel für meine Feinstein-Bodenplatten zum Probieren zusammen mit der Anleitung aus dem Blog mitgegeben. Ganz gespannt habe ich dies heute ausprobiert. Tatsächlich es wirkt sensationell. Die erste Person, welche mich mit meinem Problem ernst nahm und wirklich uns alles super erklärt hat.
    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Ich werde die Mittel in den nächsten Tagen bestellen.
    Viel Erfolg noch an der Ausstellung.

  3. Barbapapa sagt:

    hallo zusammen
    ich bins schon wieder. und zwar habe ich eine frage zur reinigung von bodenplatten. eigentlich habe ich beim aussuchen der bodenplatten extrem auf reinigungsfreundliche platten geachtet und alle möglichen tests mit ihnen gemacht. aber jetzt, wo sie verlegt sind, bin ich am verzweifeln. wir haben feinsteinzeugplatten unglasiert und strukturiert und ich habe das gefühl, sie ziehen flecken so richtig an. gestern haben wir in der küche was angebraten und es hat etwas öl gespritzt und der boden war voll von spritzern, unschöne dunkle flecken. … kürzlich ist jemand mit dem sackkarren durchgefahren, jetzt habe ich gummispuren und bringe sie kaum mehr raus… gibts für solche platten vielleicht eine art imprägnierung oder sonst irgendwas, was sie „resistenter“ macht?

  4. Gudrun sagt:

    Hallo,
    war auch an der AMA und habe eine Reinigungsprobe mitgenommen. habe zuerst die Platte gereinigt, dann den Zementschleierentf. angewendet. Nun hat es aber nicht weisslich geschäumt (nur ganz leichte Schaumbildung durch den Schwamm). Muss ich dann nur eine Grundreinigung machen oder trotzdem Beides?

    • Tom sagt:

      Hallo Gudrun

      Vielen Dank für deine Rückmeldung zur Reinigungsprobe. Es empfielt sich beide Schritte konsequent durchzuführen, um erneute Reinigungsprobleme auszuschliessen. Der zweite Schritt benötigt bedeutend weniger Zeit und entfernt auch noch die allerletzten Verlegerückstände.

      Grüsse
      Thomas

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